Lasst uns nun ein bisschen Harzen Denn das Härten erfolgt mit Harz, da ich bis jetzt noch nie mit Harz gearbeitet habe musste ich mich erstmal darüber informieren, da es einige Dinge gibt, die man beim Verarbeiten von dem Zeug beachten sollte. Die erste Anlaufstelle dafür ist natürlich, wie immer heut zutage, das Internet. Nach dem ich mich, über die verschieden Harz Sorten informiert habe ging ich zum nächsten Baumarkt und habe mich dort auch noch danach erkundigt und es haben sich recht schnell die ersten Probleme aufgetan.

Die billigere Variante, das Polyester Harz ist leider ganz schön giftig und sollte unter gar keinen Umständen ohne Atemmaske verarbeitet und auch nicht in der Wohnung gehärtet werden, da abgesehen davon, dass es giftig ist, stinkt es auch noch gewaltig. Also könnte ich es theoretisch im Balkon oder in der Garage machen doch hier ist das Problem, dass wir November haben und draußen sind die Temperaturen ziemlich niedrig und erreichen nicht mal 10°C. Das ist ein Problem, denn die Umgebungstemperatur bei der Verarbeitung sollte nicht unter 15° liegen, da sonst das Harz nicht aushärtet. Also was tun? Glücklicherweise gibt es da noch Epoxidharz. Es ist zwar teurer aber dafür vergiftet man sich damit nicht so leicht und es ist geruchsneutral. Also ging ich erneut zum Baumarkt und habe mir die letzte Dose Epoxidharz gekauft, die noch da war und dazu die billigste Packung Pinsel die ich gefunden habe, denn nachdem das Harz ausgehärtet ist, ist der Pinsel nicht mehr zu gebrauchen.
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Als ich zu Hause war habe ich mich gleich ins Zeug gelegt und schon mal alles für die Verarbeitung vorbereitet. (Da fehlen noch Handschuhe, man braucht auf jeden Fall Gummihandschuhe!)
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Nachdem ich alles hatte was ich brauche musste ich nun das Harz an mischen, denn es ist ein zwei Komponenten Harz bestehend aus Harz und Härter. Bei der Variante, die ich benutzt habe müssen die beiden Komponenten in einem Mischverhältnis von 100 Anteile Harz zu 60 Anteile härter gemischt werden. Dazu habe ich den für das Harz vorgesehen Behälter gestellt und beide Komponenten abgewogen, um das richtige Mischverhältnis zu treffen.

Da ich nicht wusste wie viel ich eigentlich benötigen werde habe ich grob geschätzt und 50 g Harz sowie 30 g härter angemischt. Dann das Gemisch mit dem Pinsel auf die Papierteile der Pistole gestrichen und festgestellt, dass ich eine ganz schöne Sauerei verursacht habe.
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Nun obwohl draußen auf dem Balkon die Sonne schien, war die Temperatur nicht höher als 8°. Also habe ich alles in der Wohnung auf die Kommode (mit Zeitung drunter) gestellt und aushärten lassen. Hier ist nun das Ergebnis:

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So kommen wir nun zu den Fehlern, die ich begangen habe.
⦁ Einkaufen im Baumarkt. Das Problem dabei ist, die ziemlich geringe Auswahl und relativ hohe Preise. Bei Amazon bekommt man für weniger Geld die 3 bis 4-Fache Menge von dem Zeug.
⦁ die Lagerung beim Aushärten. Bis das Harz ausgehärtet ist dauert es eine Weile und da läuft schon mal noch ein bisschen was runter bis es soweit ist. Da ich die Teile auf Zeitungen habe aushärten lassen, klebte natürlich alles an der Zeitung. Nicht schön, nicht gut. Das nächste Mal anders machen. Immerhin habe ich mir einen Provisorischen Ständer für die Pistole gebaut aus einer abgeschnittenen Flasche und einem Glas (das ich von meiner Freundin geklaut hab) damit das Ganze nicht umkippt. (Wie auf einem der Bilder zu sehen)
⦁ zu viel Harz angemischt. 80 g waren zu viel. Ich hätte bestimmt die Hälfte nehmen können und es hätte gereicht. Tja, das nächste Mal weiß ich es besser, denn nach mischen kann man immer noch aber zurück schütten geht leider nicht. Immerhin gab es ein paar Dinge in der Wohnung, die sowieso zusammengeklebt werden mussten bspw. ein Besenstiel. Dafür konnte ich noch einiges des überschüssigen Harzes verwenden.

Noch eine Warnung am Ende: Wenn man damit arbeitet sollte man auf jeden Fall die Warnhinweise auf der Verpackung beachten und Schutzkleidung tragen Handschuhe, Mundschutz, Schutzbrille. Solche 2 Komponenten Harze durchlaufen einen chemischen Prozess während sie aushärten und man sollte nichts davon im Auge, auf der nackten Haut oder in der Lunge haben.

So, das wars für heute. Kritik und Anregungen bitte in die Kommentare und bis zum nächsten Mal!

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